Malariaprophylaxe – Beratung vor Ihrer Reise

Malaria wird durch Stiche der Anopheles-Mücke übertragen, die vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv ist. Die gefährlichste Form, die Malaria tropica, kann innerhalb weniger Tage lebensbedrohlich verlaufen – sie ist gut behandelbar, wenn sie früh erkannt wird.

Ob und welche Vorbeugung für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem Reiseziel, der Reisezeit, der Art Ihrer Reise und Ihrer Gesundheit ab. Genau das klären wir im Beratungsgespräch (bitte beachten Sie die Anmerkungen und Fragebögen zum Ausfüllen, die Sie bei der Buchung eines Termins per E-Mail geschickt bekommen).

Prophylaxe steht auf zwei Beinen

1. Schutz vor Mückenstichen

Der wirksamste Schutz ist der, bei dem es gar nicht erst zum Stich kommt. Das klingt banal, wird aber regelmäßig unterschätzt – und es wirkt zugleich gegen Dengue, Chikungunya und Zika, gegen die kein Medikament vorbeugt.

  • Mückenschutzmittel auf die unbedeckte Haut, mit einem für Tropenreisen geeigneten Wirkstoff und ausreichend hoher Konzentration. Wir sagen Ihnen im Gespräch, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
  • Lange, helle Kleidung in den Abendstunden, möglichst weit geschnitten
  • Moskitonetz über dem Bett, idealerweise imprägniert
  • Klimatisierte oder mit Fliegengittern gesicherte Räume zum Schlafen
  • Sonnenschutz vor dem Mückenschutz auftragen, nicht umgekehrt

2. Vorbeugende Medikamente

In Gebieten mit hohem Übertragungsrisiko kann zusätzlich ein Medikament sinnvoll sein, das Sie vor, während und nach der Reise einnehmen.

Welches davon für Sie infrage kommt, ist keine Pauschalentscheidung. Es hängt ab von:

  • dem konkreten Reisegebiet und der Resistenzlage dort
  • der Reisezeit und -dauer
  • Ihren Vorerkrankungen und Ihrer Dauermedikation
  • Verträglichkeit und Einnahmeschema
  • einer bestehenden Schwangerschaft oder Stillzeit

Deshalb besprechen wir das persönlich und verschreiben es individuell. Eine Empfehlung „für Thailand nimmt man immer …“ gibt es nicht.

Notfallmedikament für unterwegs

Bei Reisen in Gebiete mit niedrigem Risiko ist eine dauerhafte Einnahme oft nicht sinnvoll. Stattdessen kann ein Medikament zur Selbstbehandlung im Notfall mitgegeben werden – für den Fall, dass Sie fernab jeder ärztlichen Versorgung Fieber bekommen.

Das Wichtigste zum Merken: Fieber nach der Reise

Jedes Fieber nach einer Tropenreise ist bis zum Beweis des Gegenteils malariaverdächtig.

Gehen Sie bitte umgehend zum Arzt und sagen Sie dazu, wo Sie waren – auch dann, wenn die Reise schon Wochen zurückliegt. Malaria kann noch Monate nach der Rückkehr ausbrechen, bei manchen Formen bis zu einem Jahr danach.

Ein Malariaschnelltest ist schnell gemacht. Eine zu spät erkannte Malaria tropica ist gefährlich. Diese Rechnung geht immer zugunsten des Arztbesuchs aus.

Wenn Sie außerhalb unserer Öffnungszeiten Fieber bekommen: ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117, bei schwerem Verlauf 112.

Malaria in Frankfurt? Selten, aber möglich

Rund um den Frankfurter Flughafen sind über die Jahre einzelne Fälle sogenannter Flughafenmalaria beschrieben worden – dabei werden infizierte Mücken per Flugzeug eingeschleppt und stechen Menschen, die selbst nie in den Tropen waren.

Das ist sehr selten und kein Grund zur Beunruhigung. Für uns als Praxis in Flughafennähe ist es aber ein Grund, bei unklarem Fieber daran zu denken.

Mehr dazu in unserem Beitrag zur Flughafenmalaria

Beachten Sie auch die Informationen zu Malaria auf Reiseimpfungen für Thailand und Südostasien.

So läuft die Beratung ab

Bitte schauen Sie zum genauen Ablauf auf unserer Seite für die Reisemedizin.

Die Beratung selbst führen wir auf Wunsch auch per Videosprechstunde durch – dafür ist kein Praxisbesuch nötig.

Bitte planen Sie Vorlauf ein. Idealerweise sechs bis acht Wochen vor Abreise, damit auch nötige Impfungen noch rechtzeitig wirken.

Kosten

Die reisemedizinische Beratung und die Verordnung einer Malariaprophylaxe sind Selbstzahlerleistungen. Wir informieren Sie vor der Beratung über die Kosten.

Davon unberührt sind Standardimpfungen nach STIKO-Empfehlung, etwa Tetanus oder Diphtherie. Die prüfen wir bei der Gelegenheit gerne mit.

Termin vereinbaren

Wählen Sie den Termintyp „Reisemedizin“ und geben Sie als Grund Ihres Besuchs“ Ihr Reiseziel an.

Alles Weitere zu unserem reisemedizinischen Angebot finden Sie unter Reisemedizin.

Gesundheits-Infos

Wir informieren Sie per E-Mail zu:

  • aktuellen Gesundheitsthemen
  • Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen
  • Änderungen in der Praxis (Urlaub, Öffnungszeiten, neue Mitarbeiter, …)

Tragen Sie einfach Ihre E-Mail ein und wir halten Sie auf dem Laufenden (maximal 1 E-Mail im Monat):

Schließen